da sie mit ihren 20 Wölflingen, aber anscheinend nur 5 Älteren, ihre Jurte nicht zum Stehen brachten. Klar dass der Regen nun zweitrangig war, die Jurte musste aufgebaut werden! Als uns das schließlich gelungen war, war unser eigenes Zelt an der Reihe. Der Regen hatte inzwischen aufgehört, also scheinbar eine leichte Aufgabe. Doch während wir gerade damit beschäftigt waren, die Abdeckplane anzubringen, taten sich die Wolken auf und es gewitterte, als ob es kein morgen mehr geben würde. Nach Rücksprache mit Obelix erfuhren wir, dass der bunte Abend in einen bunten Morgen umgewandelt worden war, was uns ganz recht war, da wir uns nun endlich in die trockene Kohte verziehen, einen warmen Tee trinken und schlafen gehen konnten.
Am nächsten Morgen standen wir gegen neun Uhr auf. Nachdem wir richtig wach geworden waren, stand auch schon Schorsch, der Burgverwalter, vor unserem Zelt und erklärte uns in einem sehr unfreundlichen Ton, dass wir die Kohte ausgerechnet auf einer Sehenswürdigkeit der Burg aufgebaut hatten, und wies uns an, unsere Kohte auf einem nahegelegenen Grasstreifen erneut aufzubauen, der sich bei näherem Hinsehen als ein genauso gewöhnlicher Grasstreifen wie unser vorheriger Schlafplatz herausstellte. Nun ja, nachdem unsere Kohte schließlich erfolgreich verpflanzt worden war, es war mittlerweile halb elf, ging auch schon der Kochwettbewerb los. Unser Beitrag waren als Hauptgericht Tortellini Alla Panna und als Nachtisch Birnen in Karamel. Bis auf eine Ausnahme ging alles glatt: Als die Jury gerade dabei war, unser Essen zu kosten, ging in unser Trangia-Pfanne das selbstgemachte Karamel in Flammen auf. Nun hatten wir flambierte Birnen. Nach einer kleinen Mittagspause machten wir uns an den letzten Teil des Kochenendes: das Zubereiten eines Buffetbeitrages für das Singetreffen, das abends stattfinden sollte. Wir steuerten einen Tomaten –Schinken –Käse –Salat bei. Gegen 6 Uhr tauchten schließlich auch Benny und Christoph auf und bauten ihr Zelt neben unserem auf.
Dann ging das Singetreffen los, wegen dem Regen vom großen Atrium der Burg in einen kleinen Schuppen verlegt. Verschiedene Stämme warteten mehr oder weniger künstlerisch hochwertige Beiträge auf. Auch die Sieger des Kochwettbewerbes wurden während dem Singetreffen bekannt gegeben. Dabei legte die Sippe Schwarzer Grizzly einen hervorragenden 3. Platz hin. Durch unsere Platzierung motiviert ließen wir also das Singetreffen ausklingen und gingen gegen Mitternacht zufrieden schlafen. Am nächsten Morgen bauten wir schließlich unsere Kohte ab und fuhren nach Hause, gegen 16 Uhr kamen wir wieder am Saarbrücker Hauptbahnhof an.





